Hausverlosungen in Deutschland

31. Januar 2009

Mal wieder ist die Umsetzung einer tollen Idee in Deutschland viel schwieriger als z.B. in Österreich!

Dort nutzen schon einige Besitzer von Immobilien diesen innovativen Vertriebskanal und die ersten haben auch schon ihre Verlosungen abgeschlossen.

Hier ein paar Beispiele:
www.hausverlosung.at
www.kitzfee.at
www.auxionit.com

In Deutschland läuft aktuell eine Verlosung von Herrn Volker Stiny unter www.winyourhome.de, die aber leider in dieser Woche von der zuständigen Regierung Mittelfranken gestoppt wurde.

Warum?

Der Anbieter benachteiligt niemanden:
- es ist eine attraktive Immobilie
- Wert 600.000 EUR
- 99 Lose gewinnen interessante Sachpreise
- 1 Los gewinnt das Haus
- Kosten pro Los 19 EUR
- auf den Gewinner kommen KEINE weiteren Kosten hinzu
- das Beste: Teilnehmer sind limitiert auf 48.000

Warum wird sowas verboten?

Offiziell ist die Regierung Mittelfranken der Ansicht, hier würde gegen den Lotterie-Staatsvertrag bzw. das Glücksspielgesetz verstossen.

Dazu muss mann wissen, daß im Lotterie-Staatsvertrag geregelt ist, daß 2/3 (ja 75%) der Erlöse an den Staat abgeführt werden. Interessantes Modell der staatlichen Bereicherung! Kaum erwähnenswert, dass Deutschland damit in Europa recht alleine dasteht…

Traurig diese Geschichte, wo es doch in Deutschland dem “Normalo” kaum noch möglich ist, mit vernünftigem Mitteleinsatz und vertretbarem Risiko, sowie ohne vermögende und bürgende Eltern, ein Eigenheim zu erwerben.

Ich bin gespannt, wie Eure Meinung dazu ist …

actio und reactio – Neues von Herrn Stiny

30. Januar 2009

Hier die Pressemitteilung der Regierung Mittelfranken

Und hier die Stellungnahme von Herrn Stiny´s Anwältin

Interessante Diskussion, wenngleich diese Form der Verlosung auf der Website so nicht dargestellt wird. Ich finde, daß man den Eindruck gewinnt, daß nur ein Quiz durchgeführt wird und man dann gewinnberechtigter Teilnehmer ist.

Buchempfehlung

30. Januar 2009

Glücks- und Gewinnspielrecht von Dr. Martin Bahr, 2. Auflage Der Glücksspiel-Markt, allen voran der Bereich des Sportwetten-Rechts, boomt wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig, die jährlichen Zuwachsraten sind enorm. Zugleich ist wie noch nie das staatliche Glücksspiel-Monopol in Deutschland durch die neuere Rechtsprechung (Gambelli-Urteil des EuGH, Sportwetten-Entscheidung des BVerfG) in Bedrängnis geraten. Eine Liberalisierung ist nur noch eine Frage der Zeit, auch wenn die Staatsvertreter mit der für 2008 geplanten Reform des Lotterie-Staatsvertrages erbittert Gegenwehr leisten.

Das Werk ist der erste deutschsprachige Band, der eine kompakte Einführung in das komplexe Gebiet des Glücksspiel- und Gewinnspielrechts aus rein praxisbezogener Sicht bietet. Der Autor beleuchtet die existierenden Probleme gezielt aus seiner täglichen, anwaltlichen Praktikersicht. Anhand zahlreicher Beispiele werden die näheren Zusammenhänge veranschaulicht. Mit einer ausführlichen Checkliste im Anhang kann der Leser in aller Kürze seine eigenen Vorhaben und Projekte auf etwaige rechtliche Probleme überprüfen.

In die 2. Auflage wurden die zahlreichen gesetzlichen Neuerungen (u.a. GewO, SpielVO, LotterieStV) sowie die geänderte (höchstrichterliche) Rechtsprechung (u.a. 9 Live, BKartA-Verfahren gg. DLTB, DDR-Lizenzen, Fun-Games, Mehrwertdienste, Sportwetten, Spielbank-Selbstsperre) eingearbeitet. Das Werk enthält ein eigenes ausführliches Kapitel zu der für 2008 geplanten Reform des Lotteriestaatsvertrages.

Für die 2. Auflage wurde der Band neu bearbeitet und erheblich erweitert. Über 200 neue Urteile und knapp 60 neue Aufsätze wurden berücksichtigt. So z.B.

- die Sportwetten-Entscheidung des BVerfG und ihre Bedeutung für die Praxis
- die Internet-Cafe-Entscheidung des BVerwG
- die DDR-Wetten-Entscheidungen des BVerwG
- Vergabe von Spielbank-Lizenzen (BVerwG)
- die Spielbank-Sperre-Entscheidung des BGH
- der Hoyzer-Skandal, die Urteile und die zivil- und strafrechtliche Dimension der Problematik
- gewerbliche Spielvermittler: Die Abmahnung des DLTB durch das BKartA
- neue Rechtsprechung und Entwicklung im Mehrwertdienste-Bereich
- Haftung der DENIC für Glückssspiel-Domains
- Übersicht und Bewertungen der zum 01.01.2008 geplanten Reform des LotterieStV

Der Autor, Rechtsanwalt in Hamburg, ist ausschließlich im Bereich des Gewinn- und Glücksspielrechts sowie des Rechts der Neuen Medien (Internet, Mehrwertdienste) tätig.

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30. Januar 2009

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